Panorama über südafrikanische Rebberge im Frühling mit Bergen im Morgenlicht

En Primeur: Kap-Weine zum besten Preis sichern, bevor sie ankommen

2. Oktober 2026KAPWEINE Redaktion

Im September schaut die Weinwelt ans Kap. Die Spitzenproduzenten bringen ihre neuen Jahrgänge heraus, die Kritiker veröffentlichen ihre Bewertungen, und wer die gefragtesten Namen im Keller haben will, muss sich jetzt entscheiden. Genau dafür gibt es En Primeur: Du bestellst einen Wein, bevor er in der Schweiz eintrifft, und sicherst dir damit deine Flaschen. Und das Beste: Mit unseren En-Primeur-Angeboten profitierst du von bis zu 25% Rabatt auf den normalen Verkaufspreis. Heute bestellen, heute bezahlen und nach dem Eintreffen erhalten.

Woher der Begriff kommt

Der Ausdruck stammt aus Bordeaux. Schon im 18. und 19. Jahrhundert kauften Händler dort Weine, bevor diese abgefüllt waren, und verschafften den Weingütern so früh das Geld für die nächste Ernte. Im deutschsprachigen Raum hat sich dafür das Wort Subskription eingebürgert. Im Kern ist es ein Warentermingeschäft: Bezahlt wird heute, geliefert wird später.

Mit dem Beaujolais Primeur hat das übrigens nichts zu tun. Dieser «Vin de primeur» ist ein junger Wein, der noch im Jahr seiner Ernte in den Verkauf kommt. En Primeur meint das Gegenteil: Geduld, die sich lohnt.

Der September am Kap

In Südafrika folgt das Weinjahr einem eigenen Takt, und der September ist sein Höhepunkt. Dann erscheinen die neuen Releases von Produzenten wie Sadie Family und Alheit, und dann legt Tim Atkin seinen Südafrika-Report vor. Die Ausgabe 2026 erschien am 1. September und bewertet 1'831 Weine von über 350 Weingütern. Wir haben sie in unserem Artikel zum Tim Atkin South Africa Report 2026 ausführlich vorgestellt.

Für Weinliebhaber in Europa ist dieser Report so etwas wie ein Startschuss. Wer dort mit 96, 97 oder 98 Punkten auftaucht, ist in den folgenden Monaten gesucht. Händler, die ihre Mengen früh gesichert haben, können liefern. Alle anderen warten auf den nächsten Jahrgang.

Zwei Weingläser und ein leeres Verkostungsblatt auf einem Holztisch, Weinberge im Hintergrund

Warum die besten Kap-Weine knapp sind

Viele der gefragtesten Weingüter am Kap sind erstaunlich klein. Craig und Anne Wessels kauften 2004 eine heruntergekommene Schaffarm im oberen Hemel-en-Aarde-Tal. Auf dem Gelände standen alte Chardonnay- und Cabernet-Reben, und Craig begann, sich das Weinmachen selbst beizubringen. Heute bewirtschaftet ihr Weingut Restless River rund 8 Hektar, und seine Weine gehören zu den meistbeachteten des Landes.

Ein paar Kilometer weiter keltern die Brüder Peter-Allan und Andrew Finlayson unter dem Namen Crystallum ausschliesslich Pinot Noir und Chardonnay. Ihre gesamte Produktion liegt bei rund 40'000 Flaschen im Jahr. Chris und Suzaan Alheit gründeten ihr Weingut 2010, und schon ihr erster Cartology aus dem Jahrgang 2011 machte sie über Nacht bekannt. Berry Bros. & Rudd zählt sie heute zu den am knappsten zugeteilten Namen Südafrikas.

Für den Handel heisst das: Ein Weingut dieser Grösse verteilt seine Flaschen auf Märkte in der ganzen Welt. Jeder Importeur erhält ein festes Kontingent, die sogenannte Zuteilung, und mehr gibt es nicht.

Fertiger Wein statt Fassprobe

Hier unterscheidet sich En Primeur am Kap deutlich von seinem Ursprung. Klassisch wird ein Wein verkauft, während er noch im Fass reift. Die Bewertungen beruhen auf Fassproben, die noch nicht der endgültigen Cuvée entsprechen müssen, und geliefert wird erst 18 bis 24 Monate später.

In Südafrika meint En Primeur in aller Regel etwas anderes. Die Weine sind bereits abgefüllt, die Kritiker haben sie verkostet, und gekauft wird der neue Release, bevor er im eigenen Land angekommen ist. Du weisst also genau, was du bestellst. Die Punkte stehen fest, der Wein ist fertig, und die Wartezeit misst sich in Wochen statt in Jahren.

Weinflaschen ohne Etikett in einer Holzkiste in einem kühlen Lagerraum

So funktioniert En Primeur bei uns

Dass wir diese Weine überhaupt anbieten können, hat mit Beziehungen zu tun, die über Jahrzehnte gewachsen sind. Viele Winzerinnen und Winzer am Kap kennen wir persönlich. Andy Zimmermann lernte Eben Sadie kennen, als dieser noch bei Spice Route im Swartland für Charles Back die Weine machte. Mit dem Jahrgang 2000 brachte Sadie seinen ersten Columella heraus, gerade einmal 17 Fässer oder rund 5'000 Flaschen. Die Abfüllung bezahlte er mit dem Vorschuss eines englischen Weinhändlers, ganz im Sinne von En Primeur.

Andy war von Anfang an dabei, als einer der ersten Importeure von Sadie Family. Weil wir seit dem ersten Jahrgang mit Eben Sadie zusammenarbeiten, konnten wir unsere Zuteilung über die Jahre festigen. Heute steht der Columella 2024 bei Tim Atkin mit 100 Punkten an der Spitze des Reports, und wir können ihn trotzdem anbieten. Solche Verbindungen öffnen den Zugang zu Kontingenten, die sonst kaum in die Schweiz gelangen.

Der Ablauf ist einfach. Du wählst deine Weine aus, bestellst ganz normal im Shop und bezahlst mit den gewohnten Zahlungsarten. Damit ist deine Menge reserviert. Sobald die Weine aus Südafrika bei uns eintreffen, liefern wir sie dir aus. Je nach Zuteilung kann die Menge pro Wein begrenzt sein. Einen festen Bestellschluss gibt es nicht, die Weine sind erhältlich, solange der Vorrat reicht. Bei den gefragtesten Namen ist dieser Vorrat allerdings oft schneller weg, als man denkt.

Welche Weine wir in diesem Herbst gesichert haben, findest du in unserer En-Primeur-Kollektion.


Quellen:

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